Richtig saunieren - wie geht das?

Sie besitzen bereits eine eigene Sauna, wollen sich eine Sauna mieten oder saunieren schlicht gerne? Sie möchten Ihr Wissen im Bereich Sauna erweitern? Unabhängig davon, ob Sie in einer Indoor- oder Outdoorsauna nutzen, Sie dafür einen Holzofen oder einen Elektroofen verwenden oder auch wenn Sie eine öffentliche Sauna besuchen: In diesem Artikel erklären wir Ihnen, wie man richtig sauniert. Im Folgenden gehen wir darauf ein, wie ein Saunabad idealerweise ablaufen sollte. Grundsätzlich lässt sich der Ablauf in vier wesentliche Phasen untergliedern – Badevorbereitung, Aufwärmphase, Abkühlphase und Ruhephase.

 

Badevorbereitung

Saunieren Sie in Ihrer eigenen Sauna zuhause, übernehmen Sie die Aufgaben eines Saunameisters. Bevor Sie folglich zum Saunieren kommen, ist eine Vorbereitung zu empfehlen. Kontrollieren Sie die Sauberkeit und den technischen Zustand der Saunaanlage, bevor Sie die Saunaöfen einschalten. Beachten Sie dabei die Aufheizzeit der Saunakabinen. Damit nicht nur die Luft in den Baderäumen sich erwärmen kann, sondern ebenfalls die Oberflächen wie Wände und Decken die gewünschte Temperatur erreichen, ist eine Aufheizzeit, abhängig von der Größe der Sauna, miteinzuplanen. Planen Sie hier mit ca. 45 Minuten. Doch nicht nur die Sauna benötigt eine Vorbereitungszeit, sondern auch Ihr Körper. Vor dem Saunagang sollte eine Dusche bzw. Körperreinigung durchgeführt werden. Das ist nicht nur aus hygienischer Sicht zu empfehlen, dadurch kann ein besserer Saunaeffekt erzielt werden.

 

Aufwärmphase

Den Schwitzraum sollten Sie mit trockener Haut betreten, damit die Schweißproduktion unmittelbar einsetzen kann. Betreten Sie die Sauna mit nasser Haut, verdunstet zuerst das Wasser und kühlt den Körper ab. Dies hat zur Folge, dass die Schweißproduktion verzögert und der Saunaaufenthalt unnötig verlängert wird. Im Durchschnitt reicht eine Aufenthaltszeit von wenigen Minuten, ca. 8-12 Minuten bei ca. 90 °C, aus, um die gewünschte Überwärme zu erreichen. Ein Aufenthalt unterhalb der Badezone bedingt einen entsprechend längeren Aufenthalt. Wenn die Sauna groß genug ist, ist es ratsam eine liegende Position einzunehmen. Dadurch befindet sich Ihr gesamter Körper in einer einheitlichen Temperaturzone. Gegen Ende des Saunagangs sollten Sie wieder die sitzende Position zurückkehren, um den Körper an die aufrechte Haltung zu gewöhnen. Des Weiteren ist zu erwähnen, dass die Dauer des Aufenthalts in der Sauna sich nach Ihrem persönlichen Wohlbefinden richtet. Beachten Sie bitte den wichtigsten Grundsatz: Übertreiben Sie es nicht. Fühlt sich die Hitze noch gut an, genießen Sie den Aufenthalt. Wird der Aufenthalt nach gewisser Zeit unangenehm, beenden Sie ihn.

 

Abkühlphase

Sobald Sie das Saunahaus verlassen haben, ist Bewegung an der frischen Luft zu empfehlen. Dadurch wird der Kreislauf angeregt und die Atemwege können abkühlen. Die Bewegung führt zur Kontraktion der Wadenmuskulatur und verbessert den Bluttransport zum Herzen. Hierdurch wird einem Kollaps des Kreislaufsystems vorgebeugt. Nachdem Sie mit den Luftbad fertig sind, sollte die Wasseranwendung folgen. Wie der Wärmereiz in der Saunakabine, sollte auch der Kältereiz kurz und kräftig sein. Dabei stehen Ihnen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Typische Kaltwasseranwendungen sind z. B. das Saunafass, der Schlauchguss, das Schwallduschen bzw. Eimerduschen, das bekannte Tauchbecken, ein Badeteich oder ein natürliches Gewässer. Saunieren Sie in einer öffentlichen Saunaanlage benutzen Sie bitte immer zuerst die Dusche, um den Schweiß abzuspülen, bevor Sie in ein Abkühlbecken einsteigen. Idealerweise entspannen Sie nach der Kaltwasseranwendung ca. drei bis fünf Minuten bei einem warmen, knöcheltiefen Fußbad. Hierdurch werden Ihre peripheren Blutgefäße geöffnet und die im Körperkern eingeschlossene Wärme kann an die Hautoberfläche transportiert und von dort abgegeben werden. Dieses Fußbad ermöglicht es Ihrem Körper in kürzester Zeit wieder zu einer normalen Körpertemperatur zurückzukehren. Ist der Körper wieder auf die Normaltemperatur abgekühlt ist die Voraussetzung für einen weiteren Saunagang gegeben. Als grobe Faustregel empfiehlt sich eine mindestens genauso langanhaltende Abkühlphase, wie die Zeit des Saunaaufenthalts.

 

Ruhephase

Je nach Bedürfnis kann nach der Abkühlphase noch eine Ruhephase erfolgen. Falls auch Sie dieses Bedürfnis nach Ruhe verspüren, gehen Sie dem bitte nach, um eine erholsame Wirkung des Saunabades zu erzielen. Besuchen Sie eine Saunalandschaft, benutzen Sie hierfür die entsprechenden Ruhezonen. Saunieren Sie zuhause, entspannen Sie sich, wo Sie sich am wohlsten fühlen. Denn Ihr persönliches Wohlbefinden steht beim Saunieren an oberster Stelle.